Die RubyKaigi rückt näher (diesen Freitag bis Sonntag) und damit rückt auch das Subevent World Wide Ruby Conferences in greifbare nähe an welchem ich teilnehme um die EuRuKo neben den ganzen anderen Konferenzen in Tsukuba vorzustellen. Als roten Faden habe ich aus den Archiven und aus meinem Gedächnis die Eckdaten der vergangenen EuRuKo’s zusammengebastelt, um die Entwicklung etwas besser darzustellen. Wäre cool, wenn jemand sich melden könnte sofern er einen Fehler findet. Bin zwar der Meinung das die Daten relativ fundiert sind aber ich bin so fehlbar (-:
2003
Heute abend trifft sich die Hannover Ruby Usergroup ab 19 Uhr im Sushi Bar Gim.
Kurz für zwischendurch: David A. Black hat sein Hobby-Projekt, ruby-versions.net überarbeitet. Ruby-Versions bietet alle (Matz)Ruby-Versionen seit 1.0 zum ausprobieren an, darüber hinaus JRuby und rbx. IronRuby und MacRuby sind nicht dabei. Alle Versionen ab Ruby 1.8.2 werden über rvm angeboten, alle anderen sind mit Liebe von Hand kompiliert. Wer also mal ein wenig in der Vergangenheit schnüffeln will, sollte sich von David einen Zugang einrichten lassen.
Gerüchteweise spricht VMWare gerade mit Engine Yard über eine Übernahme. Wenn das zutreffend ist, wäre das natürlich eine große Sache, da EngineYard unter den Cloud Computing Anbietern sich nur durch den Einsatz von Ruby zu der großen und teilweise erfolgreicheren Konkurenz abhebt. Eventuell hat VMWare ja Interesse in den Cloud Computing Markt einzusteigen und Ruby dort zentral mitzuziehen. Da Engine Yard auch reichlich Geld in die Weiterentwicklung von Ruby selbst investiert, hätte die Übernahme auch Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung von Ruby, Rubinius und JRuby.
Matt, auch besser bekannt als the Merbist, hat bekanntgemacht, dass er sich aus der Railswelt zurückzieht. Besonders bekannt war Matt aufgrund seines Engagements im MacRuby, Merb und Rails Umfeld.
Ein weiterer Ruby-Interpreter behauptet stabil zu sein. Nachdem Evan Phoenix Rubinius vor 3 Jahren auf der RailsConf Berlin als "kurz vor der ersten Beta" bezeichnet hat, wissen wir jetzt, was "kurz" ist. Zwischendurch wurde die alte, Smalltalk nicht unähnliche VM "shotgun" komplett weggeschmissen (gut, verhindert Namenskollisionen mit dem Gem) und durch eine neue ersetzt. Rubinius setzt dabei auf die LLVM-Compilerinfrastruktur auf und bietet dabei vor allen Just in Time-Kompilierung und Ahead of Time-Kompilierung. Im Gegensatz zu JRuby unterstützt Rubinius aber auch ein relativ großes Subset der C-API des MRI. Eine volle Unterstützung gibt es bewusst nicht, da einzelne Teile der API den Entwicklern das Leben schwer machen. Rubinius implementiert Ruby 1.8.7.
In meinem ersten Test lief Sequel mit sqlite3-ruby anständig und einige Tests in Riot/RR für einen Parser in Citrus hatten auch keine Probleme. Nokogiri installiert auch ohne maulen. Stacktraces sehen in Rubinius schöner aus, sind informativer und besser lesbar. Alles in allem macht der 1.0er-Release eine überraschend bessere Figur als die Release Candidates.
Hier noch ein paar kleine Tipps für Ungeduldige, die gleich starten möchten. Rubinus installiert nur eine Executable:
rbx |
ohne Argumente startet rbx den irb.
rbx gem |
startet das mitgelieferte Rubygems. Gem binaries werden wie bei JRuby mit -S ausgeführt:
rbx -S rake |
Ich wünsche viel Spass beim Hacken!
Die Rails Entwickler haben wohl beim 2.3.6er Release ein wenig daneben gegriffen, als sie die “HTML Sicherheitsfeatures” gegen XSS Attacken aus Rails 3 zurückportiert haben. “Einige” sicherheitskritische Fehler sind in dem soeben erschienen 2.3.7er Release nun beseitigt.
Nachdem nun die ersten grossen Konferenzen gelaufen sind (RubyConf India 2010 und RubyConf Taiwan 2010). Steht nun Ende diesen Monat die EuRuKo an. Nächsten Monat (26. Juni 2010) wird die RubyConf China 2010 in Shanghai an der TV University statt finden. Hierbei könnte man direkt noch der Expo 2010 einen Besuch abstatten und sich natürlich auch mal in den Transrapid setzen (geiles Ding sage ich euch *Schleichwerbung :)
Ab August startet dann Japan durch. Die RubyKaigi 2010 (27. bis 29. August) wird in Tsukuba laut den Organisatoren mit denen ich bisher gesprochen habe, alle Rubykonferenz Besucherrekorde in den Schatten stellen. Die Rede ist von mehr als 2000 Besuchern über drei Tage. Wohl gemerkt: Dies ist eine reine Ruby Konferenz! Bisher gibt es mehr als 70 vorgeschlagene Talks und eine Handvoll an Sub-Events. Eine Woche später wird am 6. und 7. September in Matsue die RubyWorld Conference 2010 statt finden. Im Vergleich zu der doch eher als Community Konferenz zu bezeichnenden RubyKaigi ist die RWC eine absolut professionell durchorganisierte und von der Stadt Matsue finanzierte Konferenz. Es wird Simultanübersetzer geben und die Besucheranzahl wird wohl auch an die 1000er Grenze stoßen. Diese Info ist nebenbei erwähnt, recht frisch und im Internet kursieren noch keine weiteren englischsprachigen Informationen herum. Deshalb hier erstmal kein Link. Aber Ihr könnt mir den Termin glauben, habe ich aus erster Hand.
Ein Plan für 2011 kommt weiterhin aus Berlin. Die rug-b plant gerade eine Guerilla Aktion auf die EuRuKo in Polen. Idee dabei ist, die EuRuKo 2011 in die geilste Stadt Europas zu holen (das ist überings Berlin sofern das nicht bekannt sein sollte). Und wie es die deutsche Kultur ausmacht, können wir natürlich nicht einfach nach Polen fahren und anfragen, ob wir die denn nächstes Jahr ausrichten könnten. Statt dessen wird wild auf der Mailingliste an Logos für ein T-Shirt gebastelt mit dem dann die deutsche Planungsüberlegenheit dem Rest von Europa ins Gesicht gehauen wird. Ich find die Aktion Geil und würde sogar mehrere dieser T-Shirts übereinander tragen sofern es keine Entscheidung für das Logo gibt. Aber leider schaffe ich es mal wieder nicht zur EuRuKo )-: Wenn Ihr teilnehmt, dann schaut doch mal ob Ihr euch ein solches T-Shirt nicht auch schnappen wollt…
Ramen gibt es jetzt auch mit dem Edelstein. Überall auf der Welt wäre das ein Fake. Aber in Japan gibt es so etwas wirklich.
Am 07.05.2010 wurde die Versionsnummer vom Ruby Head auf 1.9.3 aktualisiert. Gleichzeitig wurde der aktuelle Trunk in den Branch 1_9_2 verschoben. Damit beginnt nun wohl die Stabilisierungsphase des 1.9.2er Releases. Bis zum 15.06.2010 werde nebenbei noch die “Supported Plattforms” für Ruby 1.9.2 ausgelotet. Im Moment gehört dazu ausschließlich GNU/Linux auf i386. Um Mac OS X etwas zu stärken habe ich mit Yugui gesprochen und eine Continuous Integration Environment für Mac OS X 10.6 aufgesetzt, welche ich in den nächsten Tagen noch stabilisieren möchte. Vielleicht wird 1.9.2 dann mit Unterstützung für Mac veröffentlicht.!
Ein Artikel von Eric Hodel sollte jetzt wirklich noch mal jeden darüber nachdenken lassen, wieviel Aufwand es für Ihn bedeutet Ruby 1.8.6 hinter sich zu lassen. Offiziell werden neue Versionen von RubyGems und RDoc nun nicht mehr kompatibel zu dieser Version sein. Und ich denke viele andere Entwickler könnten diesem Beispiel folgen.
David Brady hat einen Mandelbrot Einzeiler geschrieben:
60.times{|a|puts((0..240).map{|b|x=y=i=0;until(x*x+y*y>4||i==99);x,y,i=x*x-y*y+b/120.0-1.5,2*x*y+a/30.0-1,i+1;end;i==99?'#':'.'}*'');} |
Ich liebe Code der das Layout hinrichtet. Wobei sich streitet lässt, ob ein Stück Code mit mehr als 80 Zeichen wirklich noch ein Einzeiler ist.
Optimierte Version von Jan:
60.times{|a|puts (0..240).map{|b|x=y=i=0;x,y=x*x-y*y+b/120.0-1.5,2*x*y+a/30.0-1until x*x+y*y>4||98<i+=1;i>98?'#':'.'}*''} |
Fünfzig:
Übersetzt von yugui.