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Die eine Sache, die Java hat und Ruby nicht

von murphy am 14.10.2006 (00 Uhr)

Ich bin ein großer Fan des Spruchs "Try that in Java!", mit dem ich andeuten will, dass Ruby viele Dinge sehr viel einfacher und dadurch erst denkbar (=möglich) macht. Dinge wie Rails, Markaby, selbst CodeRay.

Heute muss ich sagen: "Try that in Ruby!". Licenser, ein weiteres cYcnus-Mitglied, hat einen schönen Artikel über seine schlechten Erfahrungen mit GUI in Ruby geschrieben (auf Englisch.) Übrigends ist das Blog auch sonst einen Besuch wert! :)

Fazit: Es fehlt was in Ruby. Nämlich ein gutes, wirklich plattform-unabhängiges Framework. Wenn ich richtig gehört habe, haben Perl und Python ähnliche Probleme. Wer schöne GUIs entwerfen will, benutzt wohl lieber Delphi oder Java.

An den Weihnachtsmann

Lieber Weihnachtsmann! Ich wünsche mir ein ganz einfaches, schnelles, schönes, gut dokumentiertes freies GUI-Framework, das die GUI-Programmierung so einfach macht wie Rails die Web-Programmierung. Dankeschön!


Kommentare

  1. WoNáDo schrieb am 14.10.2006 (02 Uhr)

    Vielleicht mit Ruby 2... Was ist denn die Basis von Java? - Die "jvm", auf der das alles implementiert ist. Ähnliches gilt ja auch für .NET/mono - aber hier wird es schon interessant, da Microsoft ja seine Winforms verkaufen will. Ausserdem gibt es bei GUIs ja noch das Problem, dass die Arbeit ohne ein passendes Tool katastrophal umständlich ist. Wenn man ein sehr GUI-lastiges Programm hat (=mehr Oberfläche als Inhalt), ist das Erstellen der Anwendung mit (beispielsweise) "VisualStudio .NET" in C# eine Arbeit, die mit Sicherheit schneller fertig ist als etwas entsprechendes "handkodiert" in Ruby. Ohne entsprechende Entwicklungsumgebung, in der man sich die GUI mit der Maus zurechtziehen kann, hilft auch keine Portable GUI-Bibliothek. Ausserdem verstehe ich in dem Artikel nicht die Kritik bezüglich Tk und Windows. Es macht überhaupt keine Umstände Tcl/Tk zu installieren, das ist auch ein frei verfügbares System.

  2. Malte schrieb am 14.10.2006 (12 Uhr)

    Ich weiß nicht - gute GUIs sind meist an eine bestimmte Plattform (Windows, Gnome, Kde) angepaßt. Dadurch wirkt die Anwendung dem Benutzer vertraut und ist deshalb leicht zu benutzen. (Hm, OK, Ausnahmen gibt es.) Was ist da das tolle an einer spracheigenen GUI-Bibliothek, die aber die Anwendung stets fehl am Platze aussehen läßt? Ruby hat sie mit Ruby/Tk doch auch (libtk müssen sowohl Windows- als auch andere Benutzer installieren), und wie beliebt ist Ruby/Tk schon? Malte

  3. Armin Ronacher schrieb am 16.10.2006 (09 Uhr)

    Naja. Die Probleme hab ich so unter Python noch nicht gehabt um den Punkt zu entkräftigen ;) wxPython läuft auf Mac, Linux und Windows ohne Probleme und ist schnell installiert. Unter Windows kannst du es sogar mit py2exe als Dependency mitschicken. Regards, Armin

  4. Ruby-Mine » Blog Archive » [BlindOptic] Tina brauch uns!! schrieb am 18.10.2006 (02 Uhr)

    [...] Und als ich diese Zeilen das dritte Mal gelesen hatte (beim ersten und zweiten Mal konnte ich sie aufgrund des geringen Platzes noch nicht vollständig entziffern), viel es mir wie Ringe von den Augen. Ruby könnte diesem Mädchen helfen. Wäre da nicht das was Java hat und Ruby nicht. Wir können einem kleinen und verängstigen Kind, welches gerade mal so der Verpackungsanleitung der Haartönung folgen kann, nicht zumuten TCL/TK, FOX, GTK oder wxWidget zu installieren. Unser Tagebuch muss einfach so laufen. Es sollte egal sein, ob es auf Windows mit den geraden aktuellen FOX Bindings laufen muss oder unter Mac OS X mit Carbon und Co. Selbst die Swing Bibliothek von JRuby sollte Tina nicht davon abhalten, einfach nur Ihre Gedanken zu formulieren. [...]

  5. Aaron schrieb am 30.11.2007 (00 Uhr)

    Schau dir doch mal GladeXML vom Ruby-GNOME2-Projekt an. http://ruby-gnome2.sourceforge.jp/hiki.cgi?cmd=view&p=GladeXML&key=glade Damit lassen sich mit ein paar Klicks und 20 Zeilen Code schon ganz ansehnliche GUIs basteln. Kleines Tutorial: http://delirial.com/archives/tutorial-building-guis-for-ruby-programs-with-glade/

  6. johnny schrieb am 23.12.2007 (20 Uhr)

    Ja die GTK bindings sind nicht schlecht. Und selbst bei Ruby brauch man nicht alles von Hand machen. Mit Glade(gtk) und FarPy GUIE (wx) gibt es schon ordentliche Tools.