Es war einmal vor langer Zeit..
..ein kleines Mädchen. Dieses Mädel, mit dem liebreizenden Namen Tina Teenager, war voller Lebensglück und heiteren Gedanken. So dass Sie sich entschloss, ein Tagebuch bei McPapier zu kaufen und Ihre Gedanken, mithilfe von himmelsblauer Tinte auf schneeweißem Papier, festzuhalten:
Seite 1/320
Liebes Tagebüchlein,
wie du ja bereits weisst, habe ich dich heute auf dem Heimweg im Schaufenster von McPapier das erstemal erblickt. Und obwohl ich kein impulsiver Mensch bin, hat mich mein Innerstes dazu gedrängt, Dich, mein liebes Tagebuch, für 2,50€ aus den Fängen des bösen Verkäufers zu reißen.
Ihr fragt Euch nun sicherlich, welchen Einfluss diese Geschichte auf unser Ruby-Zen haben wird, aber ich möchte der lieben Tina nicht ins Wort fallen, denn innerhalb der nächsten Wochen und Monaten schrieb Sie eine ziemliche Menge an Tagebucheinträgen, so dass sie bald zu einer tiefgreifenden Erkenntnis gelangte:
Seite 319/320
Hi Tagii,
als ich dich heute aufschlagen wollte, fiel es mir (trotz Head&Shoulders) wie Schuppen aus den Haaren. Du bist voll - mein liebes Tagebuch. Ich kann dieses Gefühl garnicht beschreiben, es ist wie ein zu kurz geschnittener Pony, zu stark aufgetragener Selbstbräuner oder Lippglos der nicht zu den Ohrringen passt. Und als ob hier nicht schon die Leidensgeschichte dieses Tages enden könnte, habe ich heute in der Schule erfahren, dass so ein komischer Weblog über meine Tagebucheinträge Logs führt. Scheinbar belächelt mich derzeitig die gesamte Internet Welt, weil ich meine Gedanken nicht auf die Leine hänge (Anm. v. Autor: Online stellen (neudeutsch))
In der Tat steht Tina nun vor einem schier unlösbaren Problem. Ihr Tagebuch, welches sich als sehr geduldig und belesen gezeigt hat, ist nun nicht mehr fähig, weitere Gedanken aufzunehmen. Es ist, um es mit den Worten von Tina zu beschreiben, zum Mäusemelken.
Seite 321/320 (Hardcover - back)
lieb tagbuc,
weil der plaz in dir mit jdem zeichn knapr wird,hab ic mic dzu entshlosen,meine auschwifendn bemrkugen zu stopn und nur noch krz u knap zu bericten.ic bin nu auf dr suce nac enem tagbuc,welces di einträge bis zum ende meins lbens aufnhmn kan.so mus ic ni widr den schmrz spürn den ic heut spür.
Und als ich diese Zeilen das dritte Mal gelesen hatte (beim ersten und zweiten Mal konnte ich sie aufgrund des geringen Platzes noch nicht vollständig entziffern), viel es mir wie Ringe von den Augen. Ruby könnte diesem Mädchen helfen. Wäre da nicht das was Java hat und Ruby nicht. Wir können einem kleinen und verängstigen Kind, welches gerade mal so der Verpackungsanleitung der Haartönung folgen kann, nicht zumuten TCL/TK, FOX, GTK oder wxWidget zu installieren. Ihr Tagebuch muss einfach so starten. Es sollte egal sein, ob es auf Windows mit den geraden aktuellen FOX Bindings laufen muss oder unter Mac OS X mit Carbon und Co. Selbst die Swing Bibliothek von JRuby sollte Tina nicht davon abhalten, einfach nur Ihre Gedanken zu formulieren.
So what... In meinem Buch (für das ich überings noch Betaleser suche) wird es neben einem Einstieg in Ruby ein Projekt geben. Dieses Projekt wird Tina aus Ihrer derzeitigen Situation befreien. Ziel ist die Erstellung eines Tagebuches. Hierfür benötige ich jedoch etwas, was Ruby derzeitig noch nicht bietet. Und zwar einen standardisierten Weg Desktop-Applikationen zu gestalten. Ich möchte eine GUI die, genauso wie der Ruby Interpreter, stark Plattformunabhängig ist. Sicherlich ist es nicht möglich, jede GUI-Bibliothek der Welt anzusprechen aber der Installationsaufwand sollte für den Benutzer stark sinken. Das ganze hat derzeitig den Arbeitstitel BlindOptic.
BlindOptic ist etwas,
was ich nicht alleine auf die Beine stellen kann.
Und dies ist der Grund warum ich Euch hier schreibe. Ich habe kein Interesse an Vaporware. Es muss Ende Februar ein Gems geben, welches meine Leser installieren und benutzen können. Wie gut und umfangreich dieses etwas werden wird, liegt somit auch in Eurer Hand. Habt Ihr bereits etwas ähnliches probiert? Was ist Euer größter Blockingpoint wenn Ihr Ruby für Desktop-Applikationen einsetzt? Habt Ihr bereits Erfahrungen mit größeren Ruby Desktop Applikationen? Oder habt Ihr sogar Zeit mit zu entwickeln und zu testen?
Meldet euch.
Seite 322/320 (Frontcover)
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a öa s d ss de efd sd aas. ads de g as
ds w fde fr as de gtr sds ew da fr ht sda as.
dsa fe ls d daw d, sad sd ed sd.
Wir müssen uns beeilen, meine letzte Information war, dass Tina es bereits geschafft hat, Harry Potter mithilfe Ihrer neu entwickelten Kurzschrift per SMS zu versenden - alle sechs Teile versteht sich.
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Kommentare
Hi Ich habe schon lange nichts mehr in Ruby gemacht, aber genau das war auch der Grund, warum ich damals umgestiegen bin, von daher wäre ich sehr daran interessiert, dass so etwas wie BlindOptic zustande kommt. Ich könnte mir schon die Zeit nehmen, zu testen und mit Sicherheit auch ein wenig zu coden. Count me in ;)
Klingt doch recht interessant. Ich kann mir schon vorstellen das Toolkit zu testen - mehr kann ich nicht anbieten. Wie würde es mit wxwidgets aussehen? Ich hab grad leider kein Rubybinding dafür gefunden.
wxWidget gibt es bereits hier: http://rubyforge.org/projects/wxruby/ Das Problem ist jedoch, das jeweils immer die entsprechenden Bindings und Bibliotheken installiert sein müssen. Und diese sind meines Wissens auf keinem System standardmäßig vorhanden. Ich bin derzeitig auch am grübel ob man eventuell eine solche Bibliothek direkt mit dem Framework bündeln kann und so eine einheitliche Umgebung schafft. Aber aktuell ist alles noch Brainstorming. Ich schreibe dazu erstmal ein paar Prototypen die es mal auf die eine oder andere Weise testen.
> Wie würde es mit wxwidgets aussehen? > Ich hab grad leider kein Rubybinding dafür gefunden. Das Projekt heißt WxRuby (http://wxruby.rubyforge.org/wiki/wiki.pl) und kommt Deiner Vorstellung IMHO sehr nahe: Es gibt fertige gems für die gebräuchlichen Betriebssysteme und ist somit (hoffentlich) problemlos zu installieren und abstrahiert außerdem plattformspezifische Besonderheiten. Fazit: Das solltest Du Dir auf alle Fälle mal ansehen, ehe Du was eigenes anfängst!
Synchronpost ^^
Wohl eher Synchronkommentierung (-: wxWdiget ist von der Plattformunabhängigkeit in der Tat interessant. Es scheint sogar Ports auf embedded Geräte zu geben. Definitiv ein Blick wert.
[...] Ich hatte mir heute während der Fahrt von Bremen nach Hannover kurz Gedanken über einen ersten Entwurf von BlindOptic gemacht. Was entstanden ist möchte ich nun kurz zeigen und hoffe auf viel Kritik. [...]