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JRuby 0.9.2 veröffentlicht

von bovi am 13.12.2006 (01 Uhr)

Wie ich gerade erfahren habe, wurde gestern die Version 0.9.2 von JRuby veröffentlicht. Wer das Treiben im JRuby Trunk verfolgt wird nix besonderes finden, für alle anderen sei gesagt, dass OpenSSL und Readline jetzt kompatibel mit MRI sind. Weiterhin wurden eine Menge Fehler behoben. Ein paar Stellen wurden einem Redesign unterworfen. Es wurde am Compiler weitergebastelt und (wie sollte es auch anders sein) der Rails Support und die Geschwindigkeit wurde marginal verbessert.

Mich würde mal interessieren ob jemand JRuby praktisch verwendet. Ich hab auf Arbeit mal ein paar Tests mithilfe einer früheren JRuby Version für Javaapplikationen geschrieben. Was macht Ihr damit so?


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Kommentare

  1. Daniel Lukic schrieb am 13.12.2006 (22 Uhr)

    finde jruby eine sehr gute sache. ruby mit zugriff auf die java apis. macht schon sinn. insbesondere fuer leute die nicht richtig zu ruby wechseln koennen weil der job noch zu sehr nach java schreit ist jruby ein super kompromiss. in der vergangenheit habe ich zb jruby fuer meine junit test cases verwendet. und ein build-system fuer j2me damit gebaut. so eine art mini-j2mepolish. ansonsten macht es halt wirklich sinn zb GroovyServlet-like ein JRubyServlet zu haben. wie gesagt.. alles primaer nur dann interessant wenn man a) in der java klemme steckt oder b) man insbesondere mit einem java system interagieren muss (framework, etc) im moment ist geplant in meinem neuen job ein pure-java legacy system in richtung jruby oder sogar ruby zu bringen. auch da ist jruby ein guter kandidat weil man vielleicht noch java libs hat die man aus zeitgruenden nicht neu entwickeln kann und es in manchen bereichen locker bessere performance bieten kann als pure ruby. (IO usw.. klar, da gewinnen die java native libraries welche alle in jruby bereitstehen.. und fuer die kritischen bereich schreibt man halt doch ein paar zeilen pure java code..) ueberhaupt sehe ich da einen vorteil von jruby. das echte ruby krankt halt definitiv an der (noch aktuellen) vm und einigen bottlenecks in einzelnen libs. das ist kein problem wenn man eine webapp xyz baut. aber es ist ein problem wenn man zb 5 GB geodaten in merkwuerdigen formaten parsen muss. (ein projekt bei dem ich mit ruby an diverse grenzen gestossen bin.) oder 2 MB XML verarbeiten muss. (ein projekt von einem kollegen. im prinzip selbe problematik.) in jruby schreibt man die kritischen stellen einfach in java. das ist nichts anderes als "frueher" (bzw in entsprechenden domains) wenn man ein C programm hat und die kritischen stellen in Assembler schreibt.. :) meines erachtens angenehmer als ruby mit C extensions.. :) ok.. sorry fuer's zuspammen.. :) finde jruby nur eine sehr interessante sache und wollte das mal loswerden.. sollte das in zukunft vielleicht mehr in meinem eigenen blog machen.. :) dl

  2. Ralf Müller schrieb am 14.12.2006 (10 Uhr)

    Naja, wenn schon Sun die JRuby-Entwickler einstellt, haben die bestimmt auch konkrete Anwendungspläne für JRuby. Ich könnte mir vorstellen, JRuby als Skriptsprache zur Konfiguration von Java-Servern einzusetzen. Das ist sicherlich flexibler als XML ;) Gruß Ralf

  3. WoNáDo schrieb am 15.12.2006 (17 Uhr)

    Mir fällt zu JRuby noch eine Frage ein. JRuby basiert doch auf einem JRE, braucht also eine Java-Runtine-Environment-Installation, bevor man es benutzen kann (das ist 'ne Frage!). Bedeutet das nichtauch, dass JRuby völlig Plattform-unabhängig ist, sofern es auf der Plattform eine JRE-Installation gibt? Das wäre ein wirklich interessanter Aspekt für portable Werkzeuge.

  4. Bovi schrieb am 15.12.2006 (19 Uhr)

    @WoNáDo: Ja das stimmt soweit. Obwohl der Ruby Sourcecode auch relativ Plattformunabhängig ist, könnte man sich vorstellen Ruby über den JRE Umweg z.B. direkt auf embedded Geräten laufen zu lassen ohne eine Buildumgebung für dieses System zu benötigen. Leider hab ich bisher noch niemanden gesehen, der dies ausprobiert hat.