Toll, dass Du das übersetzt hast! - Ich finde es sehr interessant zu lesen, vor allem auch deshalb, weil für mich einige auf den ersten Augenblick überraschende Sachen vorkommen. "Programmierung ist heute nicht so frei verfügbar wie früher es auf dem Commodore 64" hat mir erst arg überrascht, dann aber wurde mir einiges klarer - ich empfand nämlich früher die Möglichkeiten der Home-Computer und PCs in den 80ern eher als Einschränkung - aber - ich konnte ja auch praktisch ohne Beschränkung täglich an den Maschinen eines oder mehrerer Rechenzentren programmieren. Da waren aber faktisch alle gängigen Sprachen für mich frei verfügbar. Das war selbstverständlich nicht der Alltag für Leute in der 1970ern und 1980ern. Wer nicht beruflich oder an einer Uni Zugang zu Rechnern hatte, konnte vor den PCs/Home-Computern praktisch nur mit programmierbaren Taschenrechnern experimentieren - und die waren auch noch richtig teuer.
Danke für die Übersetzung. Mir ist aber auch gleich noch ein Rechtsschreibfehler aufgefallen:
"Deshalb vollen wir mit Projektdateien und Makefiles – den Fallen der IDEs – nichts zu tun haben."
Und nun, seine Vorstellungen in allen Ehren - aber später werden die "Präriebewohner" merken, dass selbst hinter ihren Einzeilern, doch wesentlich mehr steckt...
nun, Johannes, probier es einfach mal aus, dann siehst du, dass es why nicht um simplifizierung geht. er will damit 13jährige erreichen! begeisterung weckt interesse. in dem moment, in dem ein HH-schüler einfach mal ausprobiert, was passiert, wenn man Integer#+ neu definiert, entsteht das, was ich in der schule immer vermisst habe ;)
Whys Herangehensweise für junge Anfänger ist mit Sicherheit sehr gut - wahrscheinlich nicht nur für "junge", aber "Späteinsteiger" dürfte es heute eh kaum noch geben. Am Anfang muss man so schnell wie möglich sehen was passiert, sonst vergeht einem eventuell jeder Spass an der Sache. Eventuell will jemand ja überhaupt nicht so weit gehen, dass er über Ruby-Programme hinauskommt, die so um die 200 Zeilen lang sind - und in Ruby kann man damit schon sehr viel machen! - Auf die ganzen Elemente des Konfigurationsmanagements wird man schon mit der Nase gestossen, wenn man als Hobby oder beruflich umfangreichere Projekte macht - das wird aber bestimmt nicht in den ersten Wochen oder Monaten geschehen. Ich habe jahrelang immer wieder mehrtägige Schulungen für den Themenkreis Requirement Management, Configuration Management, Change Management und Problem Management gehalten. Mir ist dabei aufgefallen, dass vielen Leuten die Problematiken kaum bewusst sind, obwohl sie schon länger in der Entwicklung tätig sind (sei es als Entwickler oder Projektmanager). So etwas gleich am Anfang mit hineinzubringen mag vielleicht für Verwaltungsfachleute oder Logistiker interessant sein, würde aber jeden experimentierfreudigen Jugendlichen vom Programmieren abbringen.
ich bin mir nicht sicher, WoNáDo, aber ich glaube, es geht why weder um 1) nützliche Dinge 2) klassische "Methodische" Einführungen ins Programmieren 3) Reine Unterhaltung 4) nostalgische Commodore-64-Ports. es geht ihm darum, dass er die faszination und begeisterung, die er und andere früher hatten (und noch heute haben), wenn sie "etwas zum laufen" bekommen. blinkenlights. "Tell me and I will forget. Show me and I will remember. Engage me and I will understand." - so in der art. wenn die kinder danach aufhören, wenn sie halbwissen anhäufen, dass sie später im informatikuntericht reparieren müssen, oder wenn sie sagen: das ist nichts für mich, aber programmierer sind cool - zumindest hat es spaß gemacht. und wenn nicht den kindern (die zitate sprechen allerdings dafür!), dann wenigstens why und seinen jüngern. und mir :)
Da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt - das meinte ich doch grundsätzlich (in Bezug auf die "Opfer"). Wenn man formal (=Richtung Engineering) anfangen würde, käme wohl kaum Spass auf. Wenn später jemand weitermachen will, stört das bestimmt nicht, weil Begeisterung schon immer eine gute Triebfeder war.
(OT: kann man eigentlich seine Kommentare nachträglich noch verändern/erweitern?) - Ich finde den von murphy übersetzten Beitrag übrigens persönlich sehr interessant und informativ. Vergesst nicht, dass ich vor 35 Jahren programmieren gelernt habe. Damals ging das überwiegend nur an der Uni, über Gewerkschaftskurse oder speziell kaufmännische Ausbildungen. Ich hatte das Glück Computer über die Uni (Mathe-Studium) kennenzulernen, hatte also Freiräume zum spielen - die Leute, die das in den anderen Bereichen lernten, kannten Freiräume überhaupt nicht. Es war damals üblich, dass Assembler-Macros erst vom Vorgesetzten abgezeichnet werden mussten, ehe man sie ablochen durfte! - Meine ersten paar Programme waren "Transponieren von Matrizen", "Lösen linearer Gleichungssysteme (Gauss)" und, ein ganz persönliches Projekt, "ein Kalender 1973 bis 1999" - deshalb offiziell nur bis 1999, weil damals noch niemand wusste, ob 2000 eventuell wegen Korrekturen kein Schaltjahr werden würde. Ich finde einfach interessant wenn jemand, der über Homecoputer/PCs der ersten Generation programmieren gelernt hat, seine Eindrücke äussert. Ich habe diese Erfahrung nie machen können, weil ich zu der Zeit schon lange als Programmierer gearbeitet habe.
Ich bin zwar knapp nicht mehr in der Zielgruppe, aber hatte viel Spass an _whys Programm.
Als ich vor etwa 6-7 Jahren, mit 10, begonnen habe "Programme" zu schreiben, haette ich mir so einen Tutor und ein gutes Helpfile wie bei HH gewunscht.
Leider wird Hackety Hack wohl kaum ueber den Informatik-Unterricht in Schulen und Kreis der Leute die eh schon programmieren koennen herauskommen.
In erster Linie müsste das Ganze übersetzt werden. Ich glaube nicht, dass die Altersgruppe 10-14 mit einem englischsprachigen (Lern-)Spielzeug klarkommt.
WoNáDo: nein, offenbar können hier nicht mal die admins kommentare ändern :/
und: die deutsche übersetzung ist in arbeit. über fortschritte werde ich hier berichten...oder auf meinem eigenen blog, sobald ich eins habe. HH ist grundsätzlich kein Ruby-Thema.
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Toll, dass Du das übersetzt hast! - Ich finde es sehr interessant zu lesen, vor allem auch deshalb, weil für mich einige auf den ersten Augenblick überraschende Sachen vorkommen. "Programmierung ist heute nicht so frei verfügbar wie früher es auf dem Commodore 64" hat mir erst arg überrascht, dann aber wurde mir einiges klarer - ich empfand nämlich früher die Möglichkeiten der Home-Computer und PCs in den 80ern eher als Einschränkung - aber - ich konnte ja auch praktisch ohne Beschränkung täglich an den Maschinen eines oder mehrerer Rechenzentren programmieren. Da waren aber faktisch alle gängigen Sprachen für mich frei verfügbar. Das war selbstverständlich nicht der Alltag für Leute in der 1970ern und 1980ern. Wer nicht beruflich oder an einer Uni Zugang zu Rechnern hatte, konnte vor den PCs/Home-Computern praktisch nur mit programmierbaren Taschenrechnern experimentieren - und die waren auch noch richtig teuer.
Danke für die Übersetzung. Mir ist aber auch gleich noch ein Rechtsschreibfehler aufgefallen: "Deshalb vollen wir mit Projektdateien und Makefiles – den Fallen der IDEs – nichts zu tun haben." Und nun, seine Vorstellungen in allen Ehren - aber später werden die "Präriebewohner" merken, dass selbst hinter ihren Einzeilern, doch wesentlich mehr steckt...
nun, Johannes, probier es einfach mal aus, dann siehst du, dass es why nicht um simplifizierung geht. er will damit 13jährige erreichen! begeisterung weckt interesse. in dem moment, in dem ein HH-schüler einfach mal ausprobiert, was passiert, wenn man Integer#+ neu definiert, entsteht das, was ich in der schule immer vermisst habe ;)
Whys Herangehensweise für junge Anfänger ist mit Sicherheit sehr gut - wahrscheinlich nicht nur für "junge", aber "Späteinsteiger" dürfte es heute eh kaum noch geben. Am Anfang muss man so schnell wie möglich sehen was passiert, sonst vergeht einem eventuell jeder Spass an der Sache. Eventuell will jemand ja überhaupt nicht so weit gehen, dass er über Ruby-Programme hinauskommt, die so um die 200 Zeilen lang sind - und in Ruby kann man damit schon sehr viel machen! - Auf die ganzen Elemente des Konfigurationsmanagements wird man schon mit der Nase gestossen, wenn man als Hobby oder beruflich umfangreichere Projekte macht - das wird aber bestimmt nicht in den ersten Wochen oder Monaten geschehen. Ich habe jahrelang immer wieder mehrtägige Schulungen für den Themenkreis Requirement Management, Configuration Management, Change Management und Problem Management gehalten. Mir ist dabei aufgefallen, dass vielen Leuten die Problematiken kaum bewusst sind, obwohl sie schon länger in der Entwicklung tätig sind (sei es als Entwickler oder Projektmanager). So etwas gleich am Anfang mit hineinzubringen mag vielleicht für Verwaltungsfachleute oder Logistiker interessant sein, würde aber jeden experimentierfreudigen Jugendlichen vom Programmieren abbringen.
ich bin mir nicht sicher, WoNáDo, aber ich glaube, es geht why weder um 1) nützliche Dinge 2) klassische "Methodische" Einführungen ins Programmieren 3) Reine Unterhaltung 4) nostalgische Commodore-64-Ports. es geht ihm darum, dass er die faszination und begeisterung, die er und andere früher hatten (und noch heute haben), wenn sie "etwas zum laufen" bekommen. blinkenlights. "Tell me and I will forget. Show me and I will remember. Engage me and I will understand." - so in der art. wenn die kinder danach aufhören, wenn sie halbwissen anhäufen, dass sie später im informatikuntericht reparieren müssen, oder wenn sie sagen: das ist nichts für mich, aber programmierer sind cool - zumindest hat es spaß gemacht. und wenn nicht den kindern (die zitate sprechen allerdings dafür!), dann wenigstens why und seinen jüngern. und mir :)
Da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt - das meinte ich doch grundsätzlich (in Bezug auf die "Opfer"). Wenn man formal (=Richtung Engineering) anfangen würde, käme wohl kaum Spass auf. Wenn später jemand weitermachen will, stört das bestimmt nicht, weil Begeisterung schon immer eine gute Triebfeder war.
(OT: kann man eigentlich seine Kommentare nachträglich noch verändern/erweitern?) - Ich finde den von murphy übersetzten Beitrag übrigens persönlich sehr interessant und informativ. Vergesst nicht, dass ich vor 35 Jahren programmieren gelernt habe. Damals ging das überwiegend nur an der Uni, über Gewerkschaftskurse oder speziell kaufmännische Ausbildungen. Ich hatte das Glück Computer über die Uni (Mathe-Studium) kennenzulernen, hatte also Freiräume zum spielen - die Leute, die das in den anderen Bereichen lernten, kannten Freiräume überhaupt nicht. Es war damals üblich, dass Assembler-Macros erst vom Vorgesetzten abgezeichnet werden mussten, ehe man sie ablochen durfte! - Meine ersten paar Programme waren "Transponieren von Matrizen", "Lösen linearer Gleichungssysteme (Gauss)" und, ein ganz persönliches Projekt, "ein Kalender 1973 bis 1999" - deshalb offiziell nur bis 1999, weil damals noch niemand wusste, ob 2000 eventuell wegen Korrekturen kein Schaltjahr werden würde. Ich finde einfach interessant wenn jemand, der über Homecoputer/PCs der ersten Generation programmieren gelernt hat, seine Eindrücke äussert. Ich habe diese Erfahrung nie machen können, weil ich zu der Zeit schon lange als Programmierer gearbeitet habe.
Ich bin zwar knapp nicht mehr in der Zielgruppe, aber hatte viel Spass an _whys Programm. Als ich vor etwa 6-7 Jahren, mit 10, begonnen habe "Programme" zu schreiben, haette ich mir so einen Tutor und ein gutes Helpfile wie bei HH gewunscht. Leider wird Hackety Hack wohl kaum ueber den Informatik-Unterricht in Schulen und Kreis der Leute die eh schon programmieren koennen herauskommen.
In erster Linie müsste das Ganze übersetzt werden. Ich glaube nicht, dass die Altersgruppe 10-14 mit einem englischsprachigen (Lern-)Spielzeug klarkommt.
WoNáDo: nein, offenbar können hier nicht mal die admins kommentare ändern :/ und: die deutsche übersetzung ist in arbeit. über fortschritte werde ich hier berichten...oder auf meinem eigenen blog, sobald ich eins habe. HH ist grundsätzlich kein Ruby-Thema.
murphy:wo stehen denn die Texte? - Ich habe im installierten HH-Baum mal nachgeschaut und sie nicht gefunden.
WoNáDo: unter static/, die beiden textdateien. ich übersetze schon.