Mit dem gestrigen Tage hat die RailsWayCon 2009 im BCC begonnen. Florian und ich werden versuchen heute und morgen diesen Eintrag mit Leben zu füllen.
Am ersten Tag gab es die zwei Workshops: “Behaviour-driven Design in Practice” und “Deploying Ruby on Rails Applications”. Wir entschieden uns beide für den Deploying Workshop mit Mathias Meyer und Jonathan Weiss von Peritor.
Die erste Hälfte wurde mit der Vorstellung von Architektur Alternativen verbracht. Es wurden Rails Umgebungen unter FCGI, Mongrel und Phusion vorgestellt. Der Apache, Nginx und andere Webserver mit Vor- und Nachteilen wurden erwähnt und Load Balancing über Proxies wurde angerissen. Der Hauptteil war natürlich mit der Erwähnung und Bewertung einzelner Deployment Tools gefüllt. Capistrano, Vlad, Chef und das von Peritor entwickelte Webistrano waren die Hauptthemen.
Am Nachmittag gab es einen praktischen Teil in dem die Teilnehmer die Railsapplikation Railscasts per Capistrano deployen sollten. Die Erfolgsquote war nach meiner Einschätzung hoch (-;
Der erste Vortrag den wir uns heute anschauten war “JRuby Internals” von Ola Bini. Leider war die Zeit deutlich zu kurz bemessen. Innerhalb einer Stunde wollte Ola uns viele Internas von JRuby, bis auf den Quellcode heruntergebrochen, vorstellen.
Im Raum B03 findet seit 10:30 die Präsentation “Embracing Events” von Lourens Naudé statt. Beachtenswert ist bereits, dass dem Vortragenden die Domain methodmissing.com gehört (-:
Im Talk wurde Neverblock und die Ruby Eventmachine vorgestellt. Es gab jeweils Anwendungsbeispiele. Leider war Lourens Vortragsstil etwas monoton. Den Informationsgehalt hat dies aber nicht gesenkt. Interessant war auch die Fiber Implementierung in Ruby 1.8
Um 12:00 Uhr beginnt nun der zweite Vortrag von Ola Bini über Ioke. Bisher ist es noch recht leer. Der Trick ist wohl, möglichst früh in den Räumen zu sein (-:
Soooo.. Mittagspause ist zu Ende. Und nun beginnt die erste Keynote “Present and Future of Programming Languages” mit (mal wieder) Ola Bini. Diesmal ist der Blick nicht so gut. Wir sind zu spät gekommen )-:
Ola scheint ein wandelndes Lexikon im Bereich Programmiersprachen zu sein. Meine Güte… Der nächste Vortrag handelt von CouchDB. Die Hoffnung, dass es eine Präsentation ähnlich der “like a Pr0n star” wird, hat sich zwar “leider” nicht bewahrheitet, jedoch war der Präsentationsstil von Alexander Lang (Autor von CouchPotato) ziemlich cool. Mittels Boom Amazing bestand die Präsentation aus einem Rundflug über eine SVG. Ziemlich interessant Idee. Der Inhalt war ansonsten auch nicht schlecht. Es ging um einige Ruby Frameworks für CouchDB, wie diese angewendet werden und warum man sie nicht verwenden soll [sic!]. Slides finden sich hier, ein Browser mit ordentlichem SVG-Rendering wird empfohlen.
Um 16:30 beginnt nun die Präsentation “MacRuby & HotCocoa – Tasty Apps for OS X” von Thilo Utke (bloggt auf dem selben Blog wie Alexander Lang).
Der Vortrag war trotz SEEHHR kleiner Schrift interessant (-: Damit endet der zweite Tag der RailsWayCon.
Der zweite Tag beginnt mit einem Vortrag von Neal Ford über “Metaprogramming Ruby for Fun & Profit”. Die eigentlich parallel dazu stattfindende Präsentation von Amy Hoy fiel krankheitsbedingt aus. Innerhalb des Metaprogramming Talks gab es einige Merkwürdige Vergleiche und Bezüge die irgendwie nicht richtig meiner Meinung nach gepasst haben. Die Analogie zu Matrix (von der einige Bilder im Vortrag eingestreut wurden) war für mich auch unverständlich.
Ach überings.. Hier noch ein Nachtrag von gestern: Nur weil wir beide nach unten schauen, hören wir trotzdem dem Vortrag zu. Stichwort: Multitasking (-:
Weiter ging es mit der Präsentation “Rails Performance” von Michael Koziarski. Die üblichen Strategien wurden vorgestellt. Nichts neues.
Ab 12:30 beginnt die zweite Keynote “From Rails to Rack: Making Rails 3 a better Ruby Citizen” mit Yehuda Katz. Ich bin überrascht. Denn der Raum ist leer.. Zumindest 20 Minuten vor dem Start (-:
Nach einer einstündigen Mittagspause ging es um 14:15 weiter mit einem erneuten Vortrag von Neal Ford zum Thema “Rails in the Large”. Es ging bei dieser Präsentation um ein “größeres” Projekt in dem Neal mitgearbeitet hat. Definitiv interessant für Leute die ebenfalls an einem wachsenden Rails Projekt arbeiten. Wire sprechen hierbei von mehr als 3 dutzend Mitarbeitern über 2 bis 3 Jahre.
Der Vortrag “Rails in the Large” war der meiner Meinung nach interessanteste bisher auf dieser Konferenz. Nette kleine Anekdoten und viele spannende Infos zum Thema großer Rails Projekte. Seit 15:30 läuft nun der Vortrag “IMR – Inside Matz Ruby” von Lourens Naude.
Damit endet die Konferenz für uns. Die beiden letzten Vortragsalternativen “Metaprogramming considered harmful” mit Vladimir Dobriakov und “Ruby/Rails in the Enterprise” von Maik Schmidt waren für uns nicht so interessant.
bovi: Der Veranstaltungsort war Klasse. Mitten in Berlin war er sehr gut zu erreichen. Das BCC Gebäude als Veranstaltungsort war jedoch aus meiner Sicht zwiespältig. Die Räume waren sehr gepflegt und es stand sehr viel Personal zur Verfügung. Einige der Präsentationen wurden sogar aufgenommen. Jedoch waren die Räume so gut wie immer überfüllt (zwei bis drei Leute mussten mindestens immer auf dem Boden sitzen oder stehen, manchmal auch ein gutes dutzend). Getränke und Essen habe ich nicht in Anspruch genommen, deshalb kann ich nichts dazu sagen. Die Präsentationen waren mittelmäßig bis gut. Ich habe keinen extrem schlechten Vortrag gesehen aber auch keinen der mir vollkommen neue Perspektiven eröffnet hat. Alles in allem eine Veranstaltung mit Potential und einigen Möglichkeiten zur Verbesserung. Interessant hätte ich die Integration der anderen beiden Konferenzen (Webinale und IPC) empfunden. Ein Austausch mit den PHP und Webinalen Leuten fand zwar ausserhalb statt aber man hätte da mehr draus machen können. Meiner Meinung nach eine verpasste Chance die Potential gehabt hätte.
skade: Die überfüllten und mittelmässig klimatisierten Räume waren natürlich eine Qual. Wie das die Jungs beim Chaos Computer Congress hier aushalten, bleibt mir schleierhaft. Ansonsten war die Location professionell und die Themen gut ausgewählt. Interessanterweise gab es immer auch was für nicht-Railser. Gerade Dienstags war mit den Vorträgen von Ola Bini viel für Sprachenthusiasten allgemein zu sehen. Die Möglichkeit, einen nicht kleinen Teil des Railsteams live zu treffen und mal zu befragen war mit auch sehr angenehm. Von den Webinale und IPC-Leuten hat man ausser auf der Party im WeekEnd leider wenig mitbekommen, da währe eine Besserung zu begrüßen.
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