Was wird mit Ruby im Jahr 2008 passieren? Rails on Ruby19? Pickaxe #3? Was denkt Ihr so?
Nicht dass ich Ruby jemals mit einem hässlichen Entlein vergleichen würde oder so, aber eine Klasse war nicht so gelungen, weil sie eigentlich etwas anderes war: String
Seit geraumer Zeit geistert Unicode durch die Datenwelt, neben anderen Multibyte-Encodings, die ja für die Asiatischen Zeichensätze eh unumgänglich sind.
Vor längerer Zeit stellte ich ganz am Anfang meiner Ruby-Experimente in einem (nicht mehr existierenden) englischsprachigen Ruby-Forum die Frage nach den Unicode-Möglichkeiten mit Ruby. Ich erhielt die Antwort, dass Ruby "encoding agnostic" sei.
Schnell stellte ich dann fest, dass die Klasse String eigentlich ihren Namen nicht verdient, sondern eher Bytes hätte heissen müssen. Dies legte beispielsweise 'a'[0] auch nahe, weil man nicht etwa 'a' als Antwort erhielt, sondern 97. Alle anderen Methoden der Klasse verhielten sich entsprechend.
Lange Zeit geisterten dann diverse Initiativen oder Ideen für eine bessere Unicode-Unterstützung durch die Klasse String im Internet-Universum herum - nur - es passierte nicht wirklich was und ich war bestimmt nicht der einzige der langsam skeptisch wurde.
Dann las ich beinah ungläubig eine eigenclass-RSS-Mitteilung und den Artikel über die Änderungen der Klasse String.
Erste Tests mit einer aktuellen Version zeigen zwar, dass noch nicht alles vollständig ist (auch murphy machte schon diese Erfahrung), aber Strings für Ruby 1.9.1 sind auf dem besten Weg!
Nach neuesten Erkenntnissen von TIOBE ist es nun zu Ende mit dem Aufstieg von Ruby. Ist why deshalb geflüchtet?
Ich denke nicht. Es ist ruhiger geworden um Rails, das ist vielleicht gar nicht so schlecht. Das Ruby-Core-Team arbeitet fleißig an Ruby 1.9.1 (22 Commits in den letzten 7 Tagen), und der Weihnachts-Termin gilt weiterhin.
Vielleicht sollten wir bis dahin alle ein wenig kürzer treten, und uns mal wieder umschauen, was es sonst noch so in der Welt zu entdecken gibt.
Oder nicht?
In letzter Zeit scheint sich eine merkwürdige Unart in einigen Ruby Blogs zu etablieren. So sehen die letzten Drei Einträge von _why so, so und so aus. Auch Peter Cooper hat hier eine etwas merkwürdige Art gewählt, den Quelltext in seinem Beitrag zu visualisieren. Könnte mir vielleicht irgendjemand mal erklären warum man um alles in der Welt seine Codeschnippsel in eine Bilddatei packen muss? Bei _why denke ich mir in letzter Zeit das er eventuell die fehlende Coolness seiner Codestücke damit kompensieren will aber bitte liebe Leute folgt diesen Leuten nicht auf dieses schmale Brett. Der Code wird dadurch schlicht und einfach unbrauchbar.
Großartig. Ich habe gerade ein paar bildliche Antworten gefunden:
evan:
Armin Ronacher:

Da gehe ich ohne schlimme Hintergedanken auf die Seite der Volkshochschule Karlsruhe nur um mal durch ihr Angebot zu stöbern und was entdecke ich dort? Direkt neben C++ und Java Kursen gibt es dort einen Ruby Kurs. Ich konnte meinen Augen nicht ganz trauen und klickte dort mal drauf:
"Zielgruppe: Einsteiger/innen in Ruby, die die Sprache hinter dem Webframework Rails kennenlernen wollen Voraussetzungen: Erfahrung mit einer Programmiersprache (nicht unbedingt objektorientiert) Inhalte: Sprachkonzepte, Objektorientierung, ausgewählte Klassen und Module der Standardbibliothek und "The Ruby Way""
Tja da war ich erstmal platt. Ein Grund könnte natürlich sein das seit kurzem die Uni Karlsruhe ja eine "Elite"-Uni ist. Da ist es naheliegend das dort natürlich nur "elitäre" Programmiersprachen verwendet werden ;-). Tja und da müssen die ganzen Java-Entwickler erstmal nen VHS-Kurs belegen :D.
So und nun schnell weg ins Wochenende...bevor sich noch jemand angesprochen fühlt ;-)
Es gibt ja bekanntlich in jeder Szene ein paar omnipräsente Gurus. Im Rubyland wären da z.B. James Edward Gray II, Chad Fowler und natürlich why the lucky stiff. Bei vielen dieser Leute fragt man sich, woher Sie die Zeit nehmen, um die Mengen an tollen Ideen zu entwerfen und anschließend zu implementieren. Das Paradebeispiel _why hat vor kurzem sein Coderepository ein wenig aufgeräumt und gibt uns damit einen tiefen Einblick in seine aktuellen und auch nicht mehr ganz so aktuellen Schöpfungen.
Gerade im ICQ bez. des vorherigen Artikels: